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Entscheidung
Der Mensch strebt nach Macht. Macht ist ein gewaltiger Hebel.
Während das
Räuspern
eines
Mächtigen
durchaus Konsequenzen für die Umwelt haben kann, redet sich ein Machtloser um Haus und Hof, ohne je was zu erreichen.
Manipulation ermöglicht es, dass Menschen - unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, durch
Fälschen
von Dokumenten, Verschweigen von Tatsachen,
Propaganda,
Diffamieren oder dem Ausnutzen von
Sprachverwirrung
- gegen ihre Interessen handeln.
Macht entspringt dem Ausnutzen blinden Vertrauens/Gehorsams. Gewünschte Ergebnisse werden mit Manipulation, Abhängigkeiten und
Gewalt
erreicht.
Ständig werden wir von einem
Strom
aus Manipulation umspült. Diplomaten schweigen, Medien berichten gern von Gewalt und anderen
emotionsbeladenen
Themen und
Geheimdienste
leben von Desinformation. Notwendig für den Manipulator und das Führerprinzip gibt es einen leichtgläubigen Menschenschlag, den Symbolpolitik gegen Feinde - wie Kontrollen an Flughäfen gegen
Terroristen
oder eine Abwrackprämie gegen die Finanzkrise - ausreicht, um jegliche Verantwortung von sich zu weisen und blind zu folgen.
Um Manipulation zu erkennen, sollte man über einige (un)auffällige Verhaltensweisen klarwerden. Ob man nicht nur Opfer, sondern auch
Täter
werden mag, muß jeder für sich und seine potentiellen Opfer entscheiden.
Hier sind einige
Möglichkeiten
der Manipulation aufgelistet, manchmal antagonistisch, je nach Bedarf:
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Erlange Aufmerksamkeit und bleibe im Rampenlicht. Erfinde dich neu.
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In einer schweren Situation ergib dich zum Schein.
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Verhalte dich unberechenbar, geheimnisvoll. Beherrsche dich und schauspielere nach Bedarf.
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Erschaffe dir ein Image; behüte und verteidige es. Benutze dazu, wenn nötig, die Reputation Anderer.
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Die Herablassung, Freunde für sich arbeiten zu lassen, fordert ihren Neid heraus. Um Neid zu vermeiden stelle dein Licht unter den Scheffel. Errege Mitleid. Stelle Verantwortung als Last dar.
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Benutze klare Feindbilder. Als Ziel versprich die Sterne, ungenau, aber schnell und leicht zu erreichen.
Wecke Emotionen und spiele mit den Wünschen und Ängsten deiner Zuhörer. Tue natürlich.
Laß sie Leid erwarten. Verschaffe ihnen dann das Gefühl von Freude, Profit und Sicherheit. Dann gehören dir ihre Herzen und ihr Widerstand erlahmt.
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Laß Andere für dich arbeiten und streiche den Ruhm für dich ein.
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Argumentiere nicht, außer du willst verwirren. Überzeuge durch Taten und Symbole.
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Finde Schwachstellen.
Laß den Gegner zu dir kommen und gestalte den Weg steinig.
Vernichte den Feind.
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Versprich Veränderungen, aber verändere nichts. Sind Reformen unumgänglich, verschleiere sie oder kleide sie in ein bedeutsames, historisches Gewand, neue Worte und Zusammenhänge. Historische Fakten lassen sich verbiegen und fälschen.
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Mach Andere von dir abhängig.
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Bevor du betrügst, schenke und besteche durch Ehrlichkeit. Gib dich dümmer als dein Opfer und spiele mit seiner Eitelkeit. Lüge unverfroren, ohne Pause.
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Hüte deine Zunge. Beherrsche dich.
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Wenn Andere die Wahl haben, dann nur zwischen von dir gesetzten Möglichkeiten, die dir allesamt nützen.
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Heuchle Aufrichtigkeit um an Geheimnisse zu gelangen. Sähe Zwietracht und analysiere die Reaktionen. Desinformiere zu deinem Schutz. Streue Zweifel über deinen Gegner und bringe sie aus der Reserve.
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Verbünde dich. Isolation ist wie Treibsand. Signalisiere Hilfsbereitschaft ohne dich festzulegen. Hilf nicht, es sei denn, dir ist damit geholfen. Hilf erst, wenn der Partner dem Ende nahe ist.
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Konzentriere dich beim Angriff, wie ein Pfeil, auf ein Ziel, bei Verteidigung zerfließe wie Wasser.
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Laß deinen Chef strahlen.
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Hefte dich an die, welche ausstrahlen, was du willst.
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Sähe Angst und ernte Kontrolle, sähe Hoffnung und ernte die Blindheit deiner Anhänger.
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Vertusche alte Lügen durch Neue.
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Wünschst du Vorteile, schaffe Schuldgefühle.
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Solange man seine Handlungen nicht nach solchen Regeln ausrichtet und sich noch im Spiegel ansehen kann, gehört man nur der Klasse der Entrechteten an. Manipulation und Machtausübung braucht kein Einverständnis, sondern besteht in der Umgehung und Durchbrechung des freien Willens und Handelns. Erkennbar wird
Manipulation
meißtens durch Übertreibungen oder andere Fehler.
Passive Macht ist Freiheit von der Abhängigkeit von Anderen. Aktive Macht ist das Ausnutzen der Abhängigkeiten Anderer. Verantwortung wird, wie alle anderen unangenehmen Aufgaben, nach unten delegiert.
Geld
ist so eine Teilmenge von Macht.
Man lügt, um Macht oder andere
Vorteile
zu erlangen oder sie nicht zu
verlieren.
Wahrheit und das rechte Maß sucht man besser, wo
nichts
zu verdienen oder zu verlieren ist. Im Umkehrschluß steigert Machtkonzentration den Willen zur
Lüge.
Die Spirale der Macht ist so mächtig, dass auch der anständigste Mensch nur mit kleinen Lügen über die Runden kommt.
Die "Opfer" müssen mindestens soviel Macht erlangen, die Spielregeln auf erträgliche Maße festzulegen. Macht erlangt man aber nur durch
Nehmen.
Ansonsten kann man bitten oder fordern, bis die Machtinhaber einen Vorteil sehen diese Macht abzugeben.
Wenn der Gewinn hoch genug erscheint, werden professionelle Mittel der Spionage angewandt. In der Phase der Anbahnung werden finanzielle, familiere und persönliche Hobbies, Vorlieben und Schwächen ermittelt. Die
Zuwendungen
werden immer größer und langfristiger, so dass Abhängigkeitsverhältnisse entstehen. Aus den Verstickungen gibt es schließlich kein Entkommen mehr, da einerseits die Mittäterschaft unangenehme Konsequenzen folgen läßt und andererseits Drohungen, sachliche und tätliche Angriffe winken und 3. die Verfolgungsbehörden auch nicht immer an Aufklärung interessiert sind.
Macht ist interessengeleitet und widersteht, gestärkt durch Glauben und Interessen, leicht logischen oder wissenschaftlichen Argumenten. Auch gegen Kosten/Nutzen-Rechnungen sind Lügner immun, da die Kosten die Umwelt trägt und der Nutzen dem Initiator zugeführt wird.
Jemand muß also für die Privilegien der Falschspieler bezahlen. Das asoziale Verhalten wird belohnt, bis die Umstände unerträglich geworden sind oder dem Akteur seine Maske entrissen worden ist. Vor der Enttarnung wird dieser im natürlichen Fluchtreflex Nebelkerzen zünden, ablenken, Bauern opfern.
Mit der Fragestellung
Cui bono?
überprüft man fragwürdige Ereignisse oft sehr erfolgreich.
Ist die Manipulation erstmal erkannt, kann man sich entweder beugen, selbst gegen-manipulieren, auf einer Meta-Ebene z.B. die Wahrheit darüber verkünden, verurteilen, außer Verkehr ziehen, anderseitig bestrafen - oder die Spielregeln ändern.
Es gibt Systeme, die Manipulation besonders fördern. Das sich wiederholende
Repräsentationsmodell
ist Eines von ihnen. Kontrolle und
Eigennutz
sind die Triebfedern, der
Rechtstaat
sein Vermittler.
Letzlich gibt es keine gute/helle Seite der Macht. Entscheidend ist das Verhältnis Konzentration vs. Verteilung.
Buchbesprechung zu Eva Horns Studie
Der geheime Krieg - Verrat, Spionage und moderne Fiktion.
Buchtip Wolfgang Engler's "Lüge als Prinzip - Aufrichtigkeit im Kapitalismus"
Die Stasi hat viele Methoden der
Zersetzung
ausprobiert.
Interessant sind auch
Machtspiele im Spielcasino.
Ein Artikel zur
Immunität
und Einer zur
Indemnität. Dabei sollte der Bundestag mit seiner Vorbildfunktion kein rechtsfreier Raum sein.
An dem
Beispiel,
3 Tage vor der hessischen Wahlschlappe, läßt sich Schuldzuweisung und Ablenkung ablesen:
Einige solcher [Wahl-]Verweigerer kann die Demokratie sich leisten, aber nicht allzu viele, mahnte Müntefering.
Am Beispiel
Bahn,
erkennt man die Kontamination von Meinungsagenturen.
Man kann aber auch das ganze/halbe
Volk
bestechen,
mit Abwrackprämie, Kurzarbeitergeld bis genau zu den Wahlen, durch Täuschen mit Informationen über den Haushalt erst nach den Wahlen oder Erpressen mit Investitionen vor dem Irischen Referendum. Diese Methoden sind teuer und werden deshalb eher bei selten ausgeführten Abstimmungen/Wahlen benutzt.
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