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Global
Die EU-Verfassung gibt den EU-Bürgern, nach 1 Mill. Unterschriften, das Recht eines Bürgerbegehrens, also Anhörungsrecht gleich einer Petition. Enschieden ist damit noch gar nichts.
Veranstaltungshinweis:
Demonstration
Nein
zum Lissabon-Vertrag!
Samstag, den 05. September 2009 um 17:00 Uhr,
am Bahnhof Friedrichstr.
1957
wurde mit den
Römischen Verträgen
die Wirtschaftsgemeinschaft EWG gegründet, was sie hauptsächlich heute noch ist, aber mit einem Anteil von
84%
aller beschlossenen (deutschen) Gesetze, ein Ungleichgewicht von demokratischen Prinzipien darstellt.
12/04
Hintergrundinfos
zur EU-Verfassung gibts hier.
09/2000
EU-Kommissar
Verheugen
regt, eher aus Versehen, eine Volksabstimmung über den Beitritt osteuropäischer Länder zur EU an und wird prompt zurückgepfiffen.
Peter Gauweiler(CSU) wollte die EU-Abstimmung im Parlament mit Hilfe des
04/05
Bundesverfassungsgerichts
verhindern. Die Karlsruher Richter nahmen die
04/05
Klage
des CSU-Abgeordneten jedoch nicht zur Entscheidung an, sondern haben einen
04/05
Fahrplan
festgelegt. Die
04/05
FDP
sah darin sowieso einen populistischen Alleingang und bleibt auch mit ihrem Antrag zum EU-Referendum allein.
Schließlich ist die EU-Verfassung nicht am Referendum, sondern am
06/05
Mangel
direkter Demokratie zugrunde gegangen.
Der deutsche Think Tank
C.A.P.
hat sich sicherheitshalber einen
03/05
Plan B
zusammengebastelt, falls es bei der EU-Verfassung, z.B. der französichen Abstimmung am
29.5.05
, Ärger gibt.
Dann ist es logischerweise überflüssig, dass die Bevölkerung über die EU-Verfassung informiert wird. Die Brüsseler
Version
sieht weniger heftig aus. Doch einhellig scheint die Meinung der Politiker zu sein, dass sie machen was sie wollen, auch notfalls gegen und um die Abstimmungen
herum
06/05
.
Weitere Termine zur EU-Verfassung:
Deutschland: Bundesrat, 27. Mai Bundesrat, aber warum wollen die Bürger
nicht
?;
Frankreich:
Referendum
, 29. Mai 2005;
Niederlande:
Referendum
, 1. Juni 2005;
Zypern: Parlamentsbeschluss, Mai 2005 geplant;
Luxemburg: Referendum, 10. Juli 2005;
Malta: Parlamentsbeschluss, Juli 2005 geplant;
Dänemark: Referendum, 27. September 2005
?
;
Portugal:
Referendum
, Oktober 2005 geplant;
Polen: Referendum wahrscheinlich
?
, möglicherweise 9. Oktober;
Schweden: Parlamentsbeschluss, Dezember 2005 geplant;
Tschechien: Referendum wahrscheinlich, Juni 2006 geplant, aber wegen niedriger Zustimmungswerte auf Ende 2007
verschoben
;
Datum noch unklar:
Belgien: Parlamentsbeschluss;
Estland: Parlamentsbeschluss;
Finnland: Parlamentsbeschluss;
Großbritannien: Referendum
?
;
Irland: Referendum;
Lettland: Parlamentsbeschluss;
Letzlich kann man das Thema auch
06/05
aussitzen
.
Als „Beleidigung des Volkes“ wertete der FDP-Chef die Weigerung der Bundesregierung, dem britischen Beispiel(die EU-Verfassung per Volksabstimmung absegnen zu lassen) zu folgen. Interessanter als diese Parteipolitik ist der Blick hinter die Kulissen. Noch bessere Statements der Verantworlichen findet man in der
Welt
zum
EU-Referendum
. Besonders auffällig sind ist die Diskrepanz zwischen den Aussagen der Führer und dem Willen der Anhänger der Parteien. Angela verwechselt eine Wahl mit Volksabstimmung, Gerhard hat das Grundgesetz §20 noch nie gelesen und Joschka hat Angst um seinen Job, ... . Axel Schäfer(SPD) erzählt die
EU-Story
aus der Perspektive der Antragsteller.
Die PDS hat sich zur EU-Verfassung
positioniert
und informiert damit zur eventuell kommenden Volksabstimmung, frei nach dem Motto
"Aber haben sie denn das Kleingedruckte nicht gelesen?".
Die FDP tritt klar zum Volksentscheid über die
EU-Verfassung
ein.
Friedrich Ebert Stiftung
Volksabstimmungen zur Erweiterung der EU(2000)
Demokratisierung der Integration : Volksabstimmungen zur Erweiterung und Vertiefung der
EU
Campact
wollte die CDU mit einem
Argumente-Teppich
zum EU-Referendum überzeugen. Diese Aktion wurde verboten. Jetzt werden neue Formen des Protests gesucht. Neueste Aktion ist ein
Email
-Versand zur Veröffentlichungspflicht von Nebeneinkünften.
Die
Propagandamaschine
zur französischen Absimmung der EU-Verfassung hat den Bogen überspannt und ihr Ziel nicht erreicht.
Mit einem Real-Player kann man sich einen Monitor-Beitrag
zum fehlenden
Referendum zur EU-Verfassung
ansehen. Gregor Gysi beschreibt einige
Unstimmigkeiten
in der EU. Andere Politiker haben gar
keine Ahnung.
01/06
Derzeit planen EU-Politiker den Verfassungstext zu kürzern und ohne Volksabstimmung, in den Parlamenten
durchzuboxen
, während Democracy International eine
offene Diskussion
vorschlägt.
Freitag, der 13.
ist zu einem Glücksfall für das europäische Volk, dank der Irischen Abstimmung im
Juni 2008
geworden. In Frankreich wurde eigens ein Gesetz erlassen, dass die EU-Verfassung diesmal nicht abgestimmt werden mußte.
Natürlich steht noch eine
Klage
gegen einen undemokratischen
Moloch,
vor dem Verfassungsgericht, an. Bundespräsident Köhler wurde per einstweiliger Verfügung eine Unterschrift zum
Ermächtigungsgesetz
untersagt. Roman Herzog hingegen nimmt
Stellung
gegen den Vertrag.
Bis
Sommer 2009
soll es eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts geben. Ebenso sollte auch eine Entscheidung über die Klage der
PANA
gegen eine Wiederholung des irischen Volksentscheides gefällt sein.
Zur Vertiefung gibt es ein
PDF-Buch.
Das
Tschechische Verfassungsgericht
hat
11/08
seine Zustimmung zum EU-Reformvertrag gegeben. Auch das deutsche Verfassungsgericht befindet den Vertrag halbwegs in Ordnung, stellt aber in Abs. 270 des Urteils fest:
[Der] Kernbestand [, dass in einer Demokratie das Volk Regierung und Gesetzgebung in freier und gleicher Wahl bestimmen können muss,] kann ergänzt sein durch plebiszitäre Abstimmungen in Sachfragen, die auch in Deutschland durch Änderung des Grundgesetzes ermöglicht werden könnten.
Um dem Verfassunfgsgerichtsurteil zu entsprechen sollen
Begleitgesetze
zum EU-Lissabon-Vertrag (Veto-Recht) den Weg bereiten.
Folgende
Personen
haben zwischen Grundgesetz und EU-Verfassung votiert.
Am
2.Oktober 2009
will die Irische Regierung erneut über den Vertrag abstimmen lassen. Gedrängt von wahrscheinlich wirtschaftlicher Not stimmten die Iren diesmal mit 67 % mit
ja.
Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie Tschechien und Polen und möglicherweise die Briten
entscheiden
werden.
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