|
Wissen
Vor
2300
Jahren beschrieb Platon einen Musterstaat in Politaia. Aber
Thomas Morus
begründete
1516
mit seinem Werk "Utopia" (Nirgendwo) einen gesellschaftskritischen Literaturzweig.
1652
beschreibt Gerrard Winstanley erstmals im "Gesetz der Freiheit" Volksabstimmungen.
Auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft werden in Utopien verschiedene,
positive
wie
negative
Szenarien beleuchtet:
-
Tommaso Campanella schreibt "Sonnenstaat"
1602
-
Francis Bacon schreibt "Neu-Atlantis"
1614
-
Jewgeni Samjatin beschreibt in "Wir" den großen Wohltäter.
-
George Orwell beschreibt in "1984" Big Brother.
-
Krishan Kumar beschreibt in "Utopia" Politik als Kuhhandel.
-
Ernest Callenbach beschreibt in "Ökotopia" Parlamentarier nach
Losverfahren.
-
Barbara Goodwin beschreibt in "Justice by Lottery" die Bekämpfung von Korruption, bürokratischer Erstarrung, Lobbies und Cliquen, durch Los.
-
William Morris beschreibt Fachparlamente.
-
H. G. Wells beschreibt Expertengremien.
-
Robert Sheckley treibt in
Utopia mit kleinen Fehlern
den Einfluß der Bürger auf die Regierung auf die Spitze.
-
Ursula Le Guin beschreibt permanente Revolution, Möglichkeiten mitzubestimmen.
-
Barbara Holland-Cunz beschreibt basisdemokratische Frauenutopien.
-
Andreas Eschbach beschreibt in "Die Haarteppichknüpfer" die Schwierigkeit, überholte Vorstellungen loszuwerden.
-
In Perry Rhodan's "Im Netz der Nonggo" wird eine Augmented Reality beschrieben, in der die Bürger permanent miteinander vernetzt sind und Entscheidungen basisnah erarbeiten.
Darüber hinaus gibt es noch erheblich
mehr
utopische Literatur, pessimistischer wie
optimistischer
Natur.
Die Frage, ob Volksabstimmungenden den Selbstläufern Technikmanie und anderen Fehlentwicklungen
Einhalt
gebieten können, und ob es einen
Punkt
ohne Wiederkehr gibt, sollte gestellt werden.
Wobei die Pessimisten Welten erschaffen, dessen Erscheinungbild ein Leben nach unserer Vorstellung nicht lebenswert erscheint: Automatisierung, Fremdsteuerung und
Überwachung,
bis zum oder gar nach den Weltuntergang, bestimmen das Leben und spiegeln die Ängste der Gesellschaft wieder.
Die Optimisten, mit ihren Wünschen, hingegen bevorzugen eher grüne Landschaften, Gerechtigkeit, oft basisdemokratisch gelebt oder auch ohne erkennbare Notwendigkeit irgendwelcher Regeln.
Wechselwirkungen mit den beiden Antipoden oder jetziger gesellschaftlicher Realität sind ein gern verwandtes Mittel litararischer Konfliktbildung.
Eine andere Utopie ist die, eines altruistischen, wohlwollenden, weisen und alles-durchschauenden Herrschers.
Utopien und
Gesellschaftskritik
werden gerne in seinen nächsten Verwandten,
| dem technikverliebten Genre |
oder in |
und |
| Science Fiction |
Märchen |
Fabeln |
| Star Trek |
Schlaraffenland |
Farm der Tiere |
| |
Des Kaisers neue Kleider |
|
verpackt; entprechend ihrer Geschichte, sich als trojanisches Pferd der Zensur zu entziehen.
↑
|