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tagesaktuelle Meldungen, newsletter, Medien allgemein


Die Medienoligarchie hat mehr Interessen als den schöden Mammon und spielt bei Heuristiken mit unseren Gefühlen. Die Hauptkonsumentengruppen, Represser und Sensetiser, werden dazu unterschiedlich gesteuert. Andererseits kann man bei den medialen Entscheidern von charakterlosen Werbeflächen-Vermarktern sprechen.
Nach dem Studium der Medienschelte Amerikanischer oder Schweizer Art, der Pentagonpropaganda oder zur Bertelsmann Stiftung dürfte auch ein Nicht-Bild-Leser kritischer in seine Lektüre schauen. Da Journalisten gerne abschauen (kosteneffizient arbeiten), treten noch andere Effekte der Medienmanipulation auf, wie hier am Beipiel Kriminalität oder Geburtenrate gezeigt wird oder es zur gleichgeschalteten Berichterstattung zum irischen EU-Referendum zu beobachten war. Auch Zensur, politische Werbung und direkte Einflußnahme einzelner Politiker auf freien, nicht-öffentlich-rechtlichen, Journalismus, wie beim Streit Edathy gegen Härpfer, gehört zum Bundesdeutschen Alltag.
Ganz davon abgesehen, dass die meissten Nachrichten vom deutschen Nachrichtenbeschaffer dpa, wahlweise auch von AP, AFP und ddp, übernommen werden, liegt private deutsche Presse in wenigen Händen. Laut Studie des BLM liegt das Fernsehen bei der Meinungsbildung mit 40%, vor Tageszeitungen mit 25%, vor Internet und Radio, sowie Zeitschriften, was sich aber schnell ändern kann. Bertelsmann ist, neben dem Staatsfernsehen (mit ARD, Dritte, ZDF - die Entscheider dort vorselktiert durch Partei-Freundeskreise - immerhin mit einen Marktanteil von 40% + "Bildungsprogramme") und Pro7Sat1, auch im Fernsehgeschäft ein führender Meinungsbildner. So sind herkömmliche Medienkanäle einseitig verstopft, eine unabhängige Presse ist unbekannt.
Die Schlüssellochfunktion der Nachrichtensendungen zeigt eine politisch-korrekte Interessenwirklichkeit, die aus Kritik an äußeren und inneren Feinden, Besprechung von Katastrophen und persönlichen Schicksalschlägen, sowie aus Hofberichterstattung der Heldentaten unserer Führer besteht. Die restliche Fernsehwelt schließt sich diesem Trend, massiv eingewoben in politisch unrelevanter Unterhaltung, an, ohne die katastrophale Lage der Nation zu thematisieren. Öffentliche Systemkritik dringt nicht zu inneren Zusammenhängen vor.

Als Beispiel direktdemokraischer Nachrichtengestaltung, mit Wertungen der Nutzer, kann man die englischsprachige Seite digg heranziehen, die durch den Umgang mit der Veröffentlichung von Code, zum Knacken des Kopierschutzes von HD DVDs und Blu-Ray-Discs, in die Schlagzeilen geriet. Einen deutsches Pendant könnte Webnews werden. Einen anderen Ansatz verfolgt wikileads, eine regimekritische und anonyme Nachrichtenseite, welche auch schon dem BND auf den Magen geschlagen ist. Oder man holt sich die Informationen über Blogs und Spezialseiten.
Viel Aufsehen erregte die Abstimmung um die Nutzungsbestimmungen von Facebook, welche trotz verfehltem Quorums (0,3 statt 30%) angenommen wurde. Democracy Now! bietet neben Nachrichten auch Videos, die man als Podcast abbonieren kann. Eigene Pressemitteilungen lassen sich kostenlos verbreiten. Für reinen unsichtbaren Datenaustausch gibt es I2P, VPN-Provider und Tor.

Meldungen zusammengesellt von mehr Demokratie! Österreich, eine ins Deutsche übersetzte europäische Presseschau von euro|topics, sowie englischprachige Nachrichten vom schweizer C2D. Will man anschließend darüber diskutieren, empfehlen sich Blogs.

Newsletter zum Thema gibts bei Mehr Demokratie und Omnibus. In Englisch gibt es einen Newsletter zur Europapolitik von ERC zu bestellen.
Der Bundestag gibt Informationen über getagte Ausschüsse und getroffene Entscheidungen, etc. raus. Sinnvoll wäre es, vor der Entscheidung über die Sitzungen informiert zu sein. Gleiches gilt für das Europäische Parlament.




Publikationen, auf Papier oder pdf


Mitte 2005 ist ein Buch zu den Chancen direkter Demokratie in Deutschland und der Welt erschienen und kann auch kostenfrei als pdf runtergeladen werden.
Jos Verhulst and Arjen Nijeboer haben endlich ihr (open-source-)Buch Direkte Demokratie mit Fakten, Argumenten und Erfahrungen ins Deutsche übersetzt. Mehr direkte Demokratie wagen kostet schon 35 €. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein (leider vergriffenes) Heft aufgelegt, das aber als pdf heruntergeladen werden kann. Online kann man hier ein Kapitel aus dem Buch "Die kollektive Intelligenz" über Echtzeit-Demokratie von Pierre Lévy lesen oder das Buch Die Neugestaltung der Gesellschaft von Murray Bookchin.

Abgesehen von den Allerweltssuchmöglichkeiten bei Amazon oder ebay, gibt es Literaturhinweise von der Stiftung Mitarbeit, Sachbücher, Rundbriefe, newsletter der Initiative für mehr Demokratie, der Forschungsstelle für direkte Demokratie der Uni Marburg und von mehr Demokratie z.T. auch online.

Seit 1652 versuchen immer wieder Schriftsteller und Visionäre mit gesellschaftskritischen Utopien Einfluß auf das Denken und Vorstellungen zu nehmen.




Mediensammlungen von Onlinemagazinen, Radio, DVD, Film


Das ERC produzierte eine Videoreihe zum Thema EU-Verfassung und seine Abstimmung in Irland.

Eine Radiosendung gibt es jeden letzten Montag im Monat von 19-20 Uhr bei lora.
Radio Störfunk sucht freie Redakteure, die zum Thema Volksentscheid, etc. etwas veröffentlichen wollen.
Okto.tv veröffentlichte eine Sendereihe über ¿demokratie?, produziert von mehr demokratie! Österreich.

Werbefilm

AGITART arbeitete an einem Trickfilm für direkte Demokratie. Die einzelnen Schritte und das Fortkommen des Projektes konnten online verfolgt werden. Mitmachen war erwünscht.
Ein anderes Stück, Die totale Demokratie für NIKS! präsentiert Helmeloh's Notizblog.

Demokratie versprühen war ein beispielgebendes Projekt im Juni 2009, organisiert vom Ministerium für Stasiunterlagen. Die neue EU-Hymne hat diebandbreite vorgestellt.


Eine DVD (3 GByte) zur Schweizer direkten Demokratie kann man sich auch online anschauen. Will man sie sich kostenfrei bestellen, geht man auf die Eingangsseite der IRI Europe.




Ein Werbefilm (auch in schwacher Auflösung) zum Thema Demokratie + Entscheidungen. * Mehr Videos gibt es z.B. in englisch. Gregor Gysi unterbreitet seine Idee von 5 Volksentscheiden zur Bundestagswahl. Reinhard Mey mahnt Wachsamkeit ein. Auf Phoenix wird über die Direktwahl des Bundespräsidenten und später (Teil 3/5) über Einführung von dD gestritten.




Spiele


afpm Spiele erhalten ihre Faszination aus dem Gefühl Einfluß nehmen zu können. A Force More Powerful ist ein Strategiespiel, in welchem die Erfahrungen friedlicher Revolutionen in Georgien, Weißrussland, Serbien, Usbekistan, Aserbaidschan, Kirgistan u.A. nachgespielt, neue Situationen geplant und simuliert werden. Karten, Taktiken, Ziele und Bilder von Politikern können eingefügt werden. Man erhält Einblicke in mögliche Taktiken des Widerstands.
Einen anderen Weg beschreitet The Political Machine 2008. Hier muß ein Wahlkampf geführt werden.
Beide Spiele sind in textlastigem Englisch zu spielen.

Im Кремль fungieren die Spieler als strippenziehende Hintermänner des sowjetischen Politbüros der 50er Jahre.
Beim Brettspiel Junta übernehmen die Mitspieler die Rolle von Mitgliedern der fiktiven, hochgradig korrupten Republica de las Bananas. Jedoch muß zuvor eine 15-seitige Anleitung durchgearbeitet werden.
Intuitiver läßt sich die PC-Wirtschaftssimulation Tropico spielen. Verschiedene Inseln versuchen El Presidente zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Republic - The Revolution bietet dagegen einen holprigen Einstieg mit Terror, Gewalt oder leidenschaftliche Reden und Plakataktionen die Tyrannei abzuschütteln.
Das Tyrannen-Quartett vereinigt die übelsten Diktatoren der Neuzeit auf 32 Spielkarten.
Beim Wahlspiel müssen die Kandidaten nach oben gebracht werden. Leider erweisen sich die gekauften WählerInnen und Skandale häufig als unbrauchbar.
Ars Regendi ist ein kostenloses politisches Browsergame, bei dem Sie die Herrschaft über einen Staat übernehmen, der auf echten Daten und realistischen Schätzungen aufbaut.